Historie

1865
Im Jahr, als Heinrich Spelleken den ersten „Blower“ entwickelt, erlebt die Industrialisierung in Deutschland eine Hochphase. Der „Blower“ revolutioniert die Schmiedekunst im Bergischen Land, einer der Wiegen der industriellen Entwicklung. Mit der kontrollierten Verfügbarkeit von Luft steigt die Produktivität der regionalen Schmieden erheblich. 100 Jahre später, 1965, wird Spelleken zur größten Ventilatorenfabrik der Bundesrepublik – ein Symbol für den wirtschaftlichen Wiederaufbau und die Ingenieurskunst in Nachkriegsdeutschland.

1904
Der Physiker Felix Schuh gründet die Isoliermittelfabrik in Essen an der Ruhr, einer Stadt, die zu dieser Zeit vom Kohlebergbau und der Schwerindustrie geprägt ist. Schuhs Produkte steigern die Effizienz industrieller Wärmeprozesse und bautechnischer Anwendungen – Themen, die im frühen 20. Jahrhundert zunehmend an Bedeutung gewinnen.

2002
Mit der Gründung von Schuh Anlagentechnik in Bochum beginnt ein neues Kapitel: Das Unternehmen übernimmt das Ingenieurteam von Spelleken und führt die Tradition technischer Innovationen im lufttechnischen Anlagenbau fort. Bochum, einst Zentrum des deutschen Bergbaus, steht nun für den Wandel von traditionellen Industrien hin zu zukunftsorientierten Technologien.

2004
Im Jahr der EU-Erweiterung um zehn neue Länder sichert sich Schuh Anlagentechnik durch ein Management-Buy-Out (MBO) führender Mitarbeiter seine Eigenständigkeit. Der Umzug nach Castrop-Rauxel, an den Standort der ehemaligen Zeche Erin, unterstreicht die Verbundenheit mit dem Ruhrgebiet. Diese Entwicklung fällt in eine Zeit, in der mittelständische Unternehmen als Rückgrat der deutschen Wirtschaft an Bedeutung gewinnen.

2007
Schuh Anlagentechnik baut die 100. Randstreifenabsauganlage. Die technologische Spezialisierung auf den Transport und die lufttechnische Entsorgung von endlosen Randstreifen steigert die Effizienz bei der Herstellung von Folien, Papier und Aluminium – ein entscheidender Faktor in der globalisierten Wirtschaft.

2008
Die Erweiterung des Leistungsspektrums um den Bereich Wärmerückgewinnung unterstreicht den wachsenden Fokus auf nachhaltige Technologien. Mit diesem Schritt nimmt Schuh Anlagentechnik die kurze Zeit später folgende Phase gesellschaftlicher Diskussionen über den Klimawandel und die Notwendigkeit energieeffizienter Lösungen vorweg

2011
Mit dem Bau der 50. Dunstabsauganlage festigt Schuh Anlagentechnik seine Position als Technologieführer für Absauganlagen an Bearbeitungsmaschinen. Die Anlagen kommen in der Metall-, Aluminium- und Kunststoffverarbeitung zum Einsatz und setzen Maßstäbe für die Absaugung von Ölnebel, Emulsionsnebel und VE-Wasser.

2012
Zum 10-jährigen Firmenjubiläum blickt Schuh Anlagentechnik trotz Eurokrise auf mehr als ein Jahrzehnt globaler Erfolge zurück. Über 550 Anlagen für industrielle Prozesse wurden weltweit in Betrieb genommen. Dieses Jubiläum steht für die Innovationskraft des deutschen Mittelstands, der durch Technologieführerschaft und Qualität entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie beiträgt.

2016
Schuh Anlagentechnik baut die 100. Entstaubungsanlage. Die Anwendungen für Entstaubungsanlagen von Schuh Anlagentechnik reichen von Walzenputz- und Bürstvorrichtungen und Zunderbreichern in der Metallverarbeitung über Schneidstaubentsorgung und Anlagenentstaubungen in der Papierindustrie und Folienverarbeitung bis zu Entstaubungen für Hochgeschwindigkeits Besäumscheren und Saumstückabsaugungungen im Aluminiumbereich. Diese Vielfalt zeigt, wie Schuh Anlagentechnik mit maßgeschneiderten Lösungen globale Industriestandards mitprägt.

2022
Zum 20-jährigen Jubiläum zählt das Unternehmen über 800 weltweit installierte Anlagen. Dieser Meilenstein steht für Beharrlichkeit, kontinuierliche Innovationskraft und die Fähigkeit, sich in einem dynamischen globalen Markt zu behaupten – ein Sinnbild für den deutschen Mittelstand und seine Rolle als Innovationsmotor der Weltwirtschaft.

 

Historie der Schuh GmbH