Erfolgreiche Modernisierung der Emulsionsnebelabsauganlage im Reversier- Kaltwalzwerk bei Arcelor Mittal

Abnahme nach Modernisierung der Emulsionsnebelabsauganlage

Eisenhüttenstadt / Linz – Dezember 2025

Im Zuge der Modernisierung des Reversier-Kaltwalzwerks von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt durch Primetals Technologies wurde auch die Emulsionsnebelabsaugung von Schuh Anlagentechnik umfassend erneuert. Ein zentraler Bestandteil des Projekts war der Neubau der Emulsionsnebelabsauganlage, um Emissionen aus dem Walzprozess deutlich zu reduzieren und die Produktionsbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Nach Abschluss der Modernisierungsmaßnahmen wurde das vorläufige Abnahmezertifikat (PAC) für die umgesetzten Maßnahmen erteilt. Neben neuen mechanischen Komponenten für das Kaltwalzwerk lag ein besonderer Fokus auf der Modernisierung der Emulsionsnebelabsauganlage, die speziell auf die vorhandene Anlagensituation ausgelegt wurde.

Innovative Emulsionsnebelabscheider für eine effiziente Emulsionsnebelabsaugung

Die neue Emulsionsnebelabsaugung sorgt für eine deutlich verbesserte Erfassung und Abscheidung der beim Kaltwalzen entstehenden Öl- und Emulsionsdämpfe. Der Abluftstrom wurde dabei geteilt und über zwei getrennte Emulsionsnebelabscheider aus dem Hallenbereich geleitet; über Nachfilter und den Abluftkamin wird die gereinigte Abluft abgeführt.

In Kombination mit den neuen Bandabweisern von Primetals Technologies sinken die Emissionen im Produktbereich – bei gleichzeitig verbesserter Qualität der gewalzten Bandoberflächen.

Mit der Modernisierung der Emulsionsnebelabsauganlage und der gesamten Prozessperipherie stärkt ArcelorMittal seinen Produktionsstandort in Eisenhüttenstadt und verbessert gleichzeitig Umwelt- und Arbeitsschutz im Kaltwalzwerk.

Planung und Projektumsetzung

Die Planungsphase für die neue Absauganlage für Emulsionsnebel begann im Dezember 2023. Nach der finalen Detaillierung im März 2024 startete unmittelbar die Detailplanung. Gemeinsam mit den Projektteams von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt und Primetals in Linz wurde eine effiziente Projektabwicklung umgesetzt.

Bereits im September 2024 konnte nach Abschluss der Erdarbeiten der rund 30 m hohe Abluftkamin installiert werden. Die Außenmontage wurde im Dezember 2024 abgeschlossen.

Während des Anlagenstillstands Anfang 2025 erfolgte die Demontage der Altkomponenten sowie die Montage der neuen Bandpresse, des Mediensystems, der internen Walzwerkskomponenten und der neuen Emulsionsnebelabsauganlage einschließlich der Steuerungstechnik.

Projektmeilensteine

  • Auftragserteilung: März 2024
  • Start der Umbaumaßnahmen: Oktober 2024
  • Anlagenstillstand: Dezember 2024 bis Januar 2025
  • Inbetriebnahme: Januar bis Februar 2025
  • Abnahme: Dezember 2025

Qualitätsverbesserungen und zukunftssichere Emulsionsnebelabscheider

Mit der Modernisierung des Kaltwalzwerks durch Primetals Technologies und Schuh Anlagentechnik stellt ArcelorMittal die Weichen für eine höhere Produktqualität bei der Siliziumstahlproduktion sowie eine deutliche Reduzierung der Emissionen im Walzprozess.

Neue Flachbett- und Emulsionsfilter entfernen zusätzliche Verunreinigungen aus dem Prozess. Gleichzeitig verbessern neue Bandabweiser die Entfernung von Wasser und Öl vom Band. Dadurch entstehen sauberere Bandoberflächen und stabilere Produktionsbedingungen.

Die neue Emulsionsnebelabsauganlage mit den Emulsionsnebelabscheidern von Schuh Anlagentechnik wurde speziell für die bestehenden Anlagenstrukturen konzipiert und ermöglicht eine effiziente und nachhaltige Reduzierung von Emissionen im Kaltwalzwerk. Informieren Sie sich hier über unsere Emulsionsnebelabscheider für Kaltwalzwerke.

Über Primetals

Primetals Technologies mit Hauptsitz in London ist ein weltweit führendes Unternehmen für Engineering-, Anlagen- und Serviceleistungen in der Metallindustrie. Das Portfolio umfasst Technologien, Automatisierung, Digitalisierung und Umweltlösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Eisen- und Stahlproduktion. Das Unternehmen gehört zur Mitsubishi Heavy Industries-Gruppe und beschäftigt weltweit rund 7.000 Mitarbeiter.

Über ArcelorMittal

ArcelorMittal Eisenhüttenstadt ist ein integriertes Hüttenwerk mit einer jährlichen Produktionskapazität von bis zu 2,5 Millionen Tonnen Rohstahl und rund 2.700 Beschäftigten. Der Standort zählt zu den wichtigsten industriellen Entwicklungszentren in Ostbrandenburg. Das Werk produziert hochwertige Flachstahlprodukte für die Automobil

Häufige Fragen zur Emulsionsnebelabsaugung im Kaltwalzwerk

Was ist Emulsionsnebel und warum entsteht er beim Kaltwalzen?

Beim Kaltwalzen wird die Walzoberfläche mit Wasser-Öl-Emulsion gekühlt und geschmiert. An den Berührpunkten zwischen Walze und Band entstehen hohe Drücke und Temperaturen, die feinste Emulsionströpfchen als Nebel freisetzen. Dieser Emulsionsnebel breitet sich ohne wirksame Absaugung in der ganzen Walzhalle aus und gefährdet sowohl die Arbeitssicherheit als auch die Anlagentechnik.

Wie funktioniert eine Emulsionsnebelabsaugung mit Dunstabscheidern?

Die Emulsionsnebelabsaugung erfasst die Öl- und Emulsionsdämpfe direkt am Entstehungsort – über Seiten- und Mittenhauben im Gerüstbereich des Kaltwalzwerks. Die abgesaugte Luft wird durch Rohrleitungen in die Emulsionsnebelabscheider geleitet, wo die feinen Tröpfchen durch mehrstufige Abscheidung aus dem Abluftstrom getrennt werden. Nachfilter und ein Abluftkamin sorgen für die sichere Ableitung der gereinigten Abluft.

Was kostet die Modernisierung einer Emulsionsnebelabsauganlage?

Der Aufwand hängt von der bestehenden Anlagensituation, den geforderten Reinluftwerten und dem verfügbaren Einbauraum ab. Schuh Anlagentechnik plant Emulsionsnebelabsauganlagen als kundenspezifische Lösungen – vom Engineering über Montage und Inbetriebnahme bis zur Schulung des Betriebspersonals. Bei einer bestehenden Anlage ist oft ein schrittweiser Umbau während des laufenden Betriebs möglich, wie das Projekt in Eisenhüttenstadt zeigt.

Wie hoch ist die Standzeit der Filter in einer Emulsionsnebelabsauganlage?

Moderne Emulsionsnebelabscheider mit nachgeschalteten Filtern erreichen bei entsprechender Auslegung lange Wartungsintervalle. Ausschlaggebend sind die Qualität der Vorabscheidung, die gewählte Filterklasse und die Betriebsbedingungen. Eine regelmäßige Wartung ist Voraussetzung für dauerhaft niedrige Emissionen und zuverlässige Einhaltung der TA-Luft-Grenzwerte.

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